Ziel der Behandlung
Weniger Harndrang und Toilettengänge, bessere Blasenspeicherung und eine mögliche Verringerung der Dranginkontinenz.

Blase · Kontinenz · ambulante Therapie
Botulinumtoxin A in der Harnblase
Bei einer überaktiven Blase zieht sich der Blasenmuskel zu früh oder unkontrolliert zusammen. Typische Beschwerden sind plötzlicher starker Harndrang, häufiges Wasserlassen, nächtliche Toilettengänge und ungewollter Urinverlust. Eine Botulinumtoxin-A-Injektion kann den Blasenmuskel vorübergehend entspannen.
Weniger Harndrang und Toilettengänge, bessere Blasenspeicherung und eine mögliche Verringerung der Dranginkontinenz.
Das Medikament wird während einer Blasenspiegelung mit einer feinen Nadel an mehreren Stellen in die Blasenwand injiziert.
Die Wirkung setzt meist innerhalb einiger Tage bis weniger Wochen ein, hält mehrere Monate an und kann bei Bedarf wiederholt werden.
Botulinumtoxin A kann bei einer idiopathischen oder neurologisch bedingten überaktiven Blase eingesetzt werden, insbesondere wenn Blasentraining und Medikamente nicht ausreichend helfen oder nicht vertragen werden. Vor der Entscheidung klären wir Beschwerden, Restharn, mögliche Infektionen und bisherige Behandlungen ab.
Als Alternativen kommen je nach Befund Blasen- und Beckenbodentraining, Medikamente sowie bestimmte Verfahren der Nervenstimulation beziehungsweise Neuromodulation infrage.
Der Eingriff erfolgt in unserer Praxis ambulant. Zunächst wird die Blase örtlich betäubt. Anschließend führen wir ein dünnes Zystoskop über die Harnröhre in die Blase ein. Das Botulinumtoxin wird mit einer feinen Nadel an mehreren Stellen in die Blasenwand gegeben.
Die Wirkung beginnt nicht sofort, sondern entwickelt sich meist innerhalb einiger Tage bis weniger Wochen. Bei vielen Patientinnen und Patienten bessern sich Harndrang, Häufigkeit des Wasserlassens und Dranginkontinenz deutlich. Die Wirkung lässt nach mehreren Monaten wieder nach. Dann kann nach erneuter ärztlicher Beurteilung eine Wiederholungsbehandlung möglich sein.
Die Dauer und Stärke der Wirkung sind individuell verschieden. Eine vollständige Beschwerdefreiheit kann nicht garantiert werden.
Nach der Behandlung können vorübergehend Brennen beim Wasserlassen, häufigerer Harndrang oder geringe Blutspuren im Urin auftreten. Weitere mögliche Risiken sind:
Wichtig: Durch die Entspannung des Blasenmuskels kann vorübergehend eine Katheterisierung notwendig werden. Diese Möglichkeit besprechen wir vor dem Eingriff ausführlich mit Ihnen.
Kontaktieren Sie die Praxis beziehungsweise suchen Sie dringend ärztliche Hilfe, wenn Sie nicht mehr Wasser lassen können, Fieber über 38 °C, starke Schmerzen oder eine anhaltend stärkere Blutung entwickeln. Leichtes Brennen und geringe Blutspuren können in den ersten Tagen vorkommen, sollten aber rasch abklingen.
Wir prüfen, ob die Behandlung für Ihre Form der überaktiven Blase geeignet ist.