Untersuchung und Entscheidung
Durch Abtasten und Ultraschall lässt sich meist klären, woher die Schwellung kommt. Kleine Befunde ohne Beschwerden können häufig beobachtet werden. Bei zunehmender Größe, Schmerzen oder deutlicher Beeinträchtigung kann eine Operation sinnvoll sein.
Wie wird operiert?
Der Eingriff erfolgt über einen Schnitt am Hodensack. Bei einer Hydrozele wird die Flüssigkeit entfernt und die betroffene Hülle so verändert, dass sich möglichst keine neue Flüssigkeit ansammelt. Bei einer Spermatozele wird die Zyste vorsichtig vom Nebenhoden gelöst und entfernt. Verfahren, Betäubung und ambulante oder stationäre Durchführung werden individuell geplant.
Eine reine Punktion beseitigt die Ursache häufig nicht; Flüssigkeit kann sich erneut ansammeln.
Risiken und Kinderwunsch
Mögliche Risiken sind Blutergüsse, Nachblutungen, Infektionen, erneute Flüssigkeitsansammlung und anhaltende Beschwerden. Bei der Entfernung einer Spermatozele kann der Nebenhoden geschädigt und die Fruchtbarkeit beeinträchtigt werden. Ein bestehender Kinderwunsch sollte deshalb vor dem Eingriff besprochen werden.
Nach dem Eingriff
Vorübergehende Schwellungen und Blutergüsse sind möglich. Körperliche Schonung, stützende Unterwäsche und die vereinbarten Wundkontrollen unterstützen die Erholung. Wann Sport, schweres Heben und Geschlechtsverkehr wieder möglich sind, richtet sich nach dem Eingriff und dem Heilungsverlauf.
Rasch abklären: Plötzlich auftretende starke Hodenschmerzen sind ein Notfall. Auch Fieber, zunehmende Rötung oder deutlich stärker werdende Schmerzen und Schwellungen müssen ärztlich beurteilt werden.
Persönlich beraten lassen
Wir besprechen Ihren Befund und die passenden nächsten Schritte.
Hintergrund: BAUS – Hydrozele und Nebenhodenzysten.

