Urologische Praxisklinik Ninos Ayo · Geseke & Brilon
Notfallsymbol mit Blaulicht, Nieren und Harnblase

Akute Beschwerden · Schnelle Abklärung

Notfälle in der Urologie

Schnelle Hilfe bei akuten urologischen Beschwerden

Wir diagnostizieren und behandeln in unserer Praxis unter anderem die folgenden akuten Krankheitsbilder. Je nach Befund ist eine sofortige Weiterbehandlung in einer urologischen Klinik erforderlich.

Plötzlich auftretende starke Hodenschmerzen sind ein absoluter Notfall. Bei Verdacht auf eine Hodentorsion muss unverzüglich eine urologische Notaufnahme aufgesucht werden. Warten Sie nicht auf einen Termin oder eine telefonische Rückmeldung.

Akute Krankheitsbilder im Überblick

Die Beschwerden können sich überschneiden. Eine ärztliche Untersuchung ist notwendig, um die Ursache und die Dringlichkeit der Behandlung festzustellen.

Nierenkolik

Typisch sind plötzlich auftretende, wellenförmige Schmerzen in der Flanke, die bis in den Unterbauch oder die Leiste ausstrahlen können. Häufig kommen Übelkeit und Erbrechen hinzu. Ursache ist oft ein Stein im Harnleiter.

Wir klären die Beschwerden je nach Situation durch Untersuchung, Ultraschall sowie Urin- und gegebenenfalls Blutuntersuchungen ab. Die Behandlung richtet sich nach Schmerzstärke, Steinlage und möglichem Harnstau. Bei Fieber, Schüttelfrost, fehlender Urinausscheidung oder anhaltend starken Schmerzen ist eine sofortige klinische Abklärung erforderlich.

Hodentorsion – absoluter Notfall

Dabei verdreht sich der Hoden beziehungsweise der Samenstrang; die Blutversorgung kann unterbrochen werden. Warnzeichen sind plötzlich einsetzende starke Hodenschmerzen, Schwellung und mitunter Übelkeit oder Erbrechen.

Suchen Sie unverzüglich eine urologische Notaufnahme auf. Eine rasche operative Behandlung kann notwendig sein, um den Hoden zu erhalten. Warten Sie weder auf einen Praxistermin noch auf eine telefonische Rückmeldung; auch eine Bildgebung darf eine erforderliche Operation nicht verzögern.

Hydatidentorsion

Hier verdreht sich ein kleiner Gewebeanhang am Hoden oder Nebenhoden. Vor allem Kinder können dadurch Schmerzen und eine Schwellung am Hodensack entwickeln.

Da sich die Beschwerden einer Hodentorsion ähneln können, müssen neue akute Hodenschmerzen sofort ärztlich abgeklärt werden. Erst nach sicherem Ausschluss einer Hodentorsion wird entschieden, ob eine konservative Behandlung mit Schonung und Schmerztherapie ausreicht.

Akuter Harnverhalt

Trotz starken Harndrangs lässt sich die Blase nicht entleeren. Oft bestehen zunehmende Schmerzen oder ein Druckgefühl im Unterbauch. Mögliche Ursachen sind beispielsweise eine Abflussbehinderung oder bestimmte Medikamente.

Ein akuter Harnverhalt muss umgehend behandelt werden. Nach Untersuchung und Beurteilung der Blase ist häufig eine Entlastung durch einen Katheter erforderlich. Anschließend wird die Ursache geklärt.

Makrohämaturie – sichtbares Blut im Urin

Der Urin kann rötlich oder bräunlich verfärbt sein; gelegentlich treten Blutgerinnsel auf. Auch eine schmerzlose Blutung muss untersucht werden. Ursachen können unter anderem Infektionen, Steine oder Erkrankungen der Harnwege sein.

Wir veranlassen eine gezielte Abklärung, beispielsweise durch Urinuntersuchung, Ultraschall und gegebenenfalls Blasenspiegelung. Bei stärkerer Blutung, Gerinnseln mit erschwertem Wasserlassen, Harnverhalt oder Kreislaufbeschwerden ist eine sofortige Notfallversorgung nötig.

Skrotalabszess

Eine Eiteransammlung im Bereich des Hodensacks kann eine schmerzhafte, gerötete und warme Schwellung verursachen. Fieber und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl können hinzukommen.

Eine zeitnahe Untersuchung ist erforderlich; je nach Befund werden Antibiotika und eine operative Entlastung notwendig. Bei rasch zunehmender Rötung oder Schwellung, starken Schmerzen, Hautverfärbungen oder deutlichem Krankheitsgefühl suchen Sie sofort eine Notaufnahme auf.

Akute Prostatitis – Prostataentzündung

Mögliche Beschwerden sind Fieber, Schüttelfrost, Schmerzen im Becken- oder Dammbereich, Brennen beim Wasserlassen und Schwierigkeiten bei der Blasenentleerung.

Die Abklärung umfasst je nach Befund Untersuchung, Urin- und Blutdiagnostik. Bei bakterieller Ursache wird eine geeignete antibiotische Therapie gewählt. Hohes Fieber, schwere Allgemeinsymptome oder Harnverhalt können eine stationäre Behandlung erforderlich machen.

Nierenbeckenentzündung

Fieber, Schüttelfrost und Flankenschmerzen können zusammen mit Übelkeit, Erbrechen oder Beschwerden beim Wasserlassen auftreten. Es handelt sich um eine Infektion der oberen Harnwege.

Die Erkrankung benötigt eine rasche ärztliche Behandlung. Urinuntersuchungen und gegebenenfalls Blutdiagnostik sowie Ultraschall helfen bei der Abklärung. Bei schwerem Verlauf oder zusätzlichem Harnstau ist eine klinische Behandlung erforderlich.

Akute Zystitis – Blasenentzündung

Häufiger Harndrang, Brennen beim Wasserlassen und Schmerzen im Unterbauch sind typische Beschwerden. Manchmal ist auch Blut im Urin sichtbar.

Wir untersuchen den Urin und entscheiden anhand der Beschwerden und Risikofaktoren über die passende Behandlung. Fieber, Schüttelfrost oder Flankenschmerzen können auf eine Beteiligung der Nieren hinweisen und müssen umgehend abgeklärt werden.

Katheterdislokation und gestörter Urinabfluss

Ein Katheter kann verrutschen oder herausfallen. Warnzeichen sind fehlender Urinabfluss, Schmerzen, Urinaustritt neben dem Katheter oder eine Blutung.

Bitte melden Sie sich unverzüglich zur Beurteilung und gegebenenfalls zum Katheterwechsel. Ein herausgefallener Bauchkatheter muss besonders rasch versorgt werden, da sich der Zugang verschließen kann. Versuchen Sie nicht, den Katheter selbst zurückzuschieben. Bei Schmerzen und fehlendem Urinabfluss ist eine sofortige Versorgung erforderlich.

Allergische Reaktionen auf Medikamente

Mögliche Zeichen sind Hautausschlag, Juckreiz oder Schwellungen nach der Einnahme beziehungsweise Gabe eines Medikaments. Teilen Sie uns mit, welches Präparat Sie wann genommen haben.

Leichtere Reaktionen sollten zeitnah ärztlich beurteilt werden. Bei Atemnot, Schwellung von Zunge oder Hals, Schwindel, Kreislaufproblemen oder Verdacht auf eine Anaphylaxie sofort 112 rufen. Warten Sie in dieser Situation nicht auf eine Rückmeldung der Praxis.

So erhalten Sie zügig Hilfe

Bitte melden Sie sich bei akuten Beschwerden während unserer Sprechzeiten kurz telefonisch an und stellen Sie sich nach Rücksprache zügig in unserer Praxis vor. Alternativ wenden Sie sich direkt an eine urologische Klinik, beispielsweise das Marien-Hospital in Erwitte oder das Brüderkrankenhaus St. Josef in Paderborn.

Wenn unsere Praxis geschlossen oder nicht erreichbar ist, wenden Sie sich bei dringenden Beschwerden an eine Notaufnahme. Für dringende, nicht lebensbedrohliche Beschwerden ist außerdem der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 erreichbar.

Bei Atemnot, Schwellung von Zunge oder Hals, Kreislaufkollaps oder anderen lebensbedrohlichen Symptomen: sofort 112 anrufen. Auch Fieber oder Schüttelfrost zusammen mit Flankenschmerzen sowie Harnverhalt erfordern eine umgehende ärztliche Abklärung.

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Zur allgemeinen Urologie

Weiterführende Patienteninformationen

Nieren- und Harnleitersteine · Blasenentzündung · Hodentorsion · Anaphylaxie

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