Gezielte Vorbereitung
Rektalabstrich mit Kultur zur Auswahl einer passenden Antibiotikaprophylaxe.

Gezielt · sicher vorbereitet · individuell betäubt
Ultraschallgesteuerte Gewebeentnahme mit moderner Elastographie – in Lokalanästhesie oder auf Wunsch beziehungsweise bei Bedarf in Sedierung.
Abklärung auffälliger Befunde
Eine Biopsie kann empfohlen werden, wenn Untersuchungen wie der PSA-Verlauf, ein auffälliger Tastbefund oder die Bildgebung den Verdacht auf eine krankhafte Veränderung der Prostata ergeben. Nur die feingewebliche Untersuchung entnommener Proben kann zuverlässig zeigen, ob Prostatakrebs vorliegt und welche Eigenschaften das Gewebe besitzt.
Rektalabstrich mit Kultur zur Auswahl einer passenden Antibiotikaprophylaxe.
Ultraschallsteuerung mit ergänzender Elastographie zur Beurteilung des Prostatagewebes.
Durchführung in örtlicher Betäubung oder, nach entsprechender Vorbereitung, in Sedierung.
Besonderheiten unserer Praxis
Wir führen die transrektale Prostatabiopsie ultraschallgesteuert durch. Unser modernes Ultraschallsystem stellt die Prostata während der gesamten Probenentnahme dar. Die Elastographie liefert zusätzliche Informationen zur Gewebehärte und kann die gezielte Beurteilung auffälliger Bereiche unterstützen.
Eine geeignete MRT-Untersuchung vor der Biopsie wird anhand des Befunds besprochen. Liegt sie vor, können verdächtige Areale – abhängig vom Befund – zusätzlich im Rahmen einer kognitiven Fusionsbiopsie gezielt berücksichtigt werden.
Wichtig: Ultraschall, Elastographie und MRT helfen bei der Zielplanung, ersetzen aber nicht die feingewebliche Untersuchung der entnommenen Proben.

Infektionsschutz
Bei einer transrektalen Biopsie können Darmbakterien in die Prostata oder Blutbahn gelangen. Deshalb entnehmen wir vor dem Eingriff einen Rektal- beziehungsweise Analabstrich. Die Probe wird kulturell untersucht, um mögliche resistente Darmkeime zu erkennen.
Dieses Vorgehen kann das Infektionsrisiko senken, aber nicht vollständig ausschließen. Die Einnahme erfolgt genau nach unserem individuellen Medikamentenplan.
Die Biopsie ist bei uns sowohl in örtlicher Betäubung als auch in Sedierung möglich. Welche Form geeignet ist, besprechen wir gemeinsam anhand Ihrer Wünsche, Vorerkrankungen, Medikamente und der geplanten Untersuchung.
Die Anzahl der Proben richtet sich nach Prostatagröße, Vorbefunden und diagnostischer Fragestellung.
Leichte Blutbeimengungen im Urin oder Stuhl können vorübergehend auftreten. Eine Verfärbung des Ejakulats kann länger sichtbar bleiben und ist meistens harmlos. Körperliche Schonung wird für die ersten Tage empfohlen; die genauen Hinweise richten sich nach Ihrem Eingriff und der Art der Betäubung.
Nach Sedierung dürfen Sie nicht selbst Auto fahren, Maschinen bedienen oder wichtige Entscheidungen treffen. Lassen Sie sich von einer Begleitperson abholen.
Bitte sofort medizinisch abklären lassen: Fieber, Schüttelfrost, starke oder zunehmende Schmerzen, deutliche oder anhaltende Blutungen, Kreislaufbeschwerden oder wenn Wasserlassen nicht möglich ist. Diese Zeichen können auf eine Infektion, stärkere Blutung oder einen Harnverhalt hinweisen. Außerhalb unserer Sprechzeiten wenden Sie sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117; bei einem akuten Notfall an 112.
Die Prostatabiopsie ist ein etabliertes Verfahren. Möglich sind insbesondere Infektionen, Blutungen, vorübergehende Probleme beim Wasserlassen, allergische Reaktionen und selten Verletzungen benachbarter Strukturen. Trotz sorgfältiger Probenentnahme kann ein kleiner oder ungünstig gelegener Tumor verfehlt werden. Bleibt der Verdacht trotz unauffälligem Ergebnis bestehen, können weitere Bildgebung oder eine erneute Biopsie erforderlich sein.
Das persönliche Aufklärungsgespräch vor dem Eingriff bleibt deshalb unverzichtbar.
Wir erklären Ihnen Vorbereitung, Betäubung und Ablauf persönlich und verständlich.