Mögliche Ursachen
Erkrankungen der Hoden oder Hirnanhangsdrüse, bestimmte Medikamente, Übergewicht, chronische Erkrankungen und weitere Faktoren können den Hormonhaushalt beeinflussen.

Männergesundheit · Hormone
Ursachen · Symptome · Behandlung
Testosteron ist ein wichtiges männliches Sexualhormon. Es beeinflusst unter anderem Libido, Muskel- und Knochenstoffwechsel, Blutbildung und allgemeines Wohlbefinden. Ein Mangel lässt sich nicht allein anhand einzelner Beschwerden feststellen, sondern nur durch die Verbindung typischer Symptome mit wiederholt erniedrigten Laborwerten.
Erkrankungen der Hoden oder Hirnanhangsdrüse, bestimmte Medikamente, Übergewicht, chronische Erkrankungen und weitere Faktoren können den Hormonhaushalt beeinflussen.
Möglich sind unter anderem verminderte Libido, Erektionsstörungen, Müdigkeit, weniger Muskelkraft, depressive Stimmung oder eine Abnahme der Knochendichte.
Die Therapie richtet sich nach Beschwerden, Ursache, Kinderwunsch, Laborbefunden und möglichen Gegenanzeigen.
Die erste Bestimmung erfolgt über das Gesamt-Testosteron. Wegen des natürlichen Tagesrhythmus sollte die Blutabnahme morgens zwischen 7 und 10 Uhr und möglichst nüchtern erfolgen.
Wichtig: Ein einzelner niedriger Wert reicht für die Diagnose nicht aus. Ist der erste Wert erniedrigt, wird die Messung nach einigen Wochen an einem weiteren Morgen wiederholt – möglichst unter vergleichbaren Bedingungen und nicht während einer akuten Erkrankung.
Liegt das Gesamt-Testosteron im Grenzbereich oder ist eine Veränderung des Bindungsproteins SHBG möglich, kann zusätzlich das freie Testosteron bestimmt beziehungsweise aus Gesamt-Testosteron, SHBG und Albumin berechnet werden. Sind Gesamt- und freies Testosteron bei korrekter, wiederholter Messung unauffällig, ist ein klinisch relevanter Testosteronmangel in der Regel ausgeschlossen. Dann sollten andere Ursachen der Beschwerden geprüft werden.
Je nach Befund können weitere Laborwerte wie SHBG, LH, FSH und Prolaktin sinnvoll sein, um die Ursache einzugrenzen.
Zunächst werden mögliche behandelbare Ursachen berücksichtigt. Dazu können Gewichtsreduktion bei Übergewicht, regelmäßige Bewegung, ausreichender Schlaf sowie die Behandlung zugrunde liegender Erkrankungen gehören.
Eine Testosterontherapie kommt nur infrage, wenn passende Beschwerden und wiederholt niedrige Werte vorliegen. Möglich sind beispielsweise Gelpräparate oder Injektionen. Vor Beginn besprechen wir Nutzen, Risiken, Kinderwunsch und notwendige Verlaufskontrollen individuell.
Bei bestehendem Kinderwunsch ist besondere Vorsicht erforderlich: Eine äußerliche Testosteronzufuhr kann die körpereigene Spermienproduktion deutlich vermindern.
Beschwerden wie Müdigkeit, Libidoverlust oder Leistungsabnahme können viele Ursachen haben. Wir klären gemeinsam, welche Untersuchungen in Ihrem Fall sinnvoll sind und ob tatsächlich eine hormonelle Störung vorliegt.
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